Straßen und Wege für Müllabfuhr freihalten - Empfehlungen zur Abfalltrennung in der Coronavirus-Pandemie

Damit die Müllabfuhr auch während der Corona-Krise im Kreisgebiet gesichert ist, bittet die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) darum, Straßen und Wege für die Müllfahrzeuge freizuhalten.

Darüber hinaus hat das Bundesumweltministerium Empfehlungen zur Abfalltrennung während der Coronavirus-Pandemie herausgegeben.

Jetzt - wo viele Anwohner zu Hause sind - bereiten die parkenden Autos den Fahrern oft große Probleme. In solchen Situationen entscheidet der Fahrer selbst, ob die Straße für ihn ohne Risiko befahren werden kann. Wenn nicht, würde er die Straße sonst zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anfahren. Da jedoch aufgrund der Corona-Krise nicht alle Fahrer zur Verfügung stehen, ist dies derzeit nicht immer möglich. Die Mülltonnen bleiben in solchen Fällen daher mitunter ungeleert.

Das Bundesumweltministerium weist in einer Pressemitteilung vom 27.03.2020 (BMU - Pressemitteilungen) darauf hin, dass sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie gegenwärtig mehr Menschen länger als sonst zuhause aufhalten, sodass dort auch mehr Abfall anfällt. Damit die Restabfalltonnen nicht überquellen, gelte es umso mehr auf Abfallvermeidung und richtige Abfalltrennung zu achten. Wichtige Ausnahmen vom Gebot der Abfalltrennung sollen aus Hygienegründen allerdings für private Haushalte gelten, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben.

Zwar sind laut dem BMU bisher keine Fälle bekannt, bei denen sich Personen durch Berührung von kontaminierten Oberflächen mittels Kontaktinfektion angesteckt haben. Dennoch sei dieser Übertragungsweg nicht auszuschließen. Zum Schutz von Haumeistern, Nachbarn und den Mitarbeitern der Entsorgungsunternehmen empfiehlt das BMU in Abstimmung mit den für die Abfallentsorgung zuständigen Ministerien der Länder folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Neben Restmüll werden auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne entsorgt.
  • Sämtliche dieser Abfälle werden in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben. Einzelgegenstände wie Taschentücher werden nicht lose in Abfalltonnen geworfen.
  • Abfallsäcke werden durch Verknoten oder Zubinden verschlossen. Spitze und scharfe Gegenstände werden in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt. Müllsäcke werden möglichst sicher verstaut, sodass vermieden werden kann, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.

Diese Vorsichtsmaßnahmen orientieren sich laut dem BMU an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Die Länder hätten sich auf ein vergleichbares Vorgehen verständigt, wobei im Detail Abweichungen möglich sind.

Abschließend weist das BMU noch einmal darauf hin, dass für alle privaten Haushalte in Deutschland, in denen keine infizierten Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 leben, weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung gilt.

Coronavirus

Kein Plastik in die Biotonne.

Abfuhrkalender etc.

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